Gute Nacht mit Fridolin – zur Startseite

Folge 9 · 1. August 2026 · 46 Minuten

Der Globus – die ganze Welt als ruhige Kugel

Episodenbild zu «Der Globus – die ganze Welt als ruhige Kugel»

Heute Abend geht es um den Globus – die ganze Welt als kleine, runde Kugel. Ganz ruhig erzählt Fridolin, wie ein Globus die Erde getreu abbildet, wie man ihn früher Streifen für Streifen von Hand beklebte, vom ältesten erhaltenen Erdglobus bis zu winzigen Taschengloben und Riesen so groß wie ein Haus. Eine langsame Geschichte über eine Kugel, die man mit einem Finger anstößt und die sich dann ganz sacht dreht.

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Wort für Wort, wie Fridolin es erzählt – zum Mitlesen oder Vorlesen

Stell dir einen ruhigen Raum vor.

Ein Zimmer … am Abend … mit warmem, gedämpftem Licht.

Auf einem Tisch … oder auf einem kleinen Gestell … steht ein Globus.

Eine runde Kugel … so groß, dass man sie mit beiden Händen umfassen könnte.

Sie ruht … ganz still … auf ihrem Fuß.

Und nun … legst du einen Finger an ihren Rand … und gibst ihr einen ganz sachten Stoß.

Langsam … beginnt sich die Kugel zu drehen.

Ganz leise … ganz gleichmäßig … dreht sich die ganze Welt vor dir.

Und während sie sich dreht … ziehen die Länder und die Meere an dir vorbei.

Das weite Blau der Ozeane … das Grün und das Braun der Länder.

Feine Linien … und kleine Namen … überziehen die Kugel.

Berge … Flüsse … Küsten … alles ganz klein … auf einer runden Fläche.

Und dann … ganz allmählich … wird die Drehung langsamer.

Die Kugel dreht sich träger … und träger …

bis sie schließlich … ganz sanft … zur Ruhe kommt.

Ein Globus … ist ein kleines Abbild der Erde.

Die ganze große Welt … verkleinert … auf eine runde Kugel.

Alles, was es auf der Erde gibt … die Länder, die Meere, die Inseln … ist darauf zu finden … nur eben ganz klein.

Man kann die ganze Erde … in die Hand nehmen … und langsam drehen.

Was in Wahrheit unvorstellbar groß ist … liegt hier vor dir … als ruhige, runde Kugel.

Ein Modell der Welt … zum Anschauen … und zum sanften Drehen.

Und dass ein Globus rund ist … das ist das Besondere daran.

Denn die Erde selbst … ist ja eine Kugel.

Und nur auf einer Kugel … stimmt am Ende alles.

Die Form der Länder … ihre Größe … ihre Abstände zueinander.

Auf einer flachen Karte … muss man die runde Erde platt drücken.

Und dabei … wird immer etwas verzerrt.

Etwas wird zu groß … etwas zu klein … oder an die falsche Stelle gerückt.

Auf dem Globus aber … ist nichts verzerrt.

Jedes Land … hat genau die richtige Form.

Jedes Meer … die richtige Größe.

Und der Weg von einem Ort zum anderen … stimmt genau.

Darum ist der Globus … das treueste Bild der Erde, das es gibt.

Kein flaches Blatt … kann das so gut.

Nur die runde Kugel … zeigt die runde Welt … so wie sie wirklich ist.

Und über die ganze Kugel … zieht sich ein feines Netz.

Ein Netz aus dünnen Linien … die von oben nach unten … und rundherum verlaufen.

Manche … gehen von einem Pol zum anderen.

Andere … laufen rundherum … um die Kugel … wie Ringe.

Der breiteste dieser Ringe … liegt genau in der Mitte.

Man nennt ihn den Äquator.

Und ganz oben … und ganz unten … treffen sich alle Linien … an den beiden Polen.

Und wenn du den Globus genau anschaust … steht er ein wenig schräg.

Er sitzt nicht ganz aufrecht auf seinem Fuß … sondern ist ein wenig geneigt … zur Seite gekippt.

Das hat einen Grund.

Denn auch die echte Erde … steht schräg … während sie um die Sonne zieht.

Und diese kleine Neigung … zeigt der Globus getreu.

Ein wenig gekippt … genau wie die Erde selbst.

So kann man an ihm sehen … wie unsere Welt … im Raum steht.

Solche Kugeln … bauen die Menschen schon seit sehr langer Zeit.

Schon vor mehr als zweitausend Jahren … soll ein Gelehrter … den ersten Erdglobus gebaut haben.

Damals wusste man noch wenig … von der weiten Welt.

Aber man wusste schon … dass die Erde eine Kugel ist.

Und man wollte diese Kugel … nachbilden … im Kleinen … zum Anschauen.

So entstanden … die allerersten Globen … vor unvorstellbar langer Zeit.

Der älteste Globus … der bis heute erhalten ist … ist ganz klein.

Eine Kugel aus Bronze … kaum größer als eine Handfläche.

Nur etwa elf Zentimeter … misst sie im Durchmesser.

Und auf ihr … sind nicht die Länder abgebildet … sondern die Sterne.

Ein kleiner Himmel … aus Bronze … fast zweitausend Jahre alt.

So lange schon … ruht diese kleine Kugel … und trägt ihr stilles Bild des Sternenhimmels.

Die große Zeit der Globen … kam dann viel später.

Vor etwa fünfhundert Jahren … zogen die Menschen hinaus … über die weiten Meere … um die Welt zu erkunden.

Immer neue Küsten … wurden entdeckt … immer mehr von der Erde … wurde bekannt.

Und all das … wollte man festhalten.

Auf Karten … und vor allem … auf Globen.

So wurde das Bauen von Globen … zu einer bedeutenden Kunst.

Eine der ersten großen Werkstätten dafür … lag in Nürnberg.

Dort … in dieser alten Stadt … wurden kunstvolle Globen gefertigt.

Sorgfältig … von Hand … von geschickten Meistern.

Nürnberg … wurde das erste große Zentrum … dieser Kunst in Europa.

Und aus einer dieser Werkstätten … stammt ein ganz besonderer Globus.

Der älteste Erdglobus … der heute noch erhalten ist.

Er hat sogar einen eigenen Namen.

Man nennt ihn … den Erdapfel.

Ein Erdapfel … eine runde Kugel … die die ganze Erde zeigt.

Gebaut wurde er … vor über fünfhundert Jahren … im Jahr vierzehnhundertzweiundneunzig.

Von einem Mann … in Nürnberg.

Und dieser Erdapfel … existiert bis heute.

Er ruht in einem Museum … sorgsam gehütet … seit mehr als fünfhundert Jahren.

Der älteste Erdglobus der Welt … eine stille, alte Kugel.

Und dieser alte Globus … hat etwas Merkwürdiges an sich.

Denn er wurde gebaut … in genau dem Jahr … in dem man begann, ferne neue Länder zu entdecken.

Zu dieser Zeit … kannte man noch gar nicht … die ganze Welt.

Weite Teile der Erde … waren den Menschen damals unbekannt.

Und darum … fehlen auf diesem Erdapfel … ganze Länder.

Er zeigt die Welt … so wie man sie damals kannte … und wie man sie sich damals vorstellte.

Ein Bild der Erde … aus einer Zeit … in der noch so vieles verborgen war.

Doch nach und nach … füllte sich das Bild.

Nur wenige Jahre später … erschienen die neu entdeckten Länder … zum ersten Mal … auf einem Globus.

Von Werkstatt zu Werkstatt … von Jahr zu Jahr … wurde die Kugel vollständiger.

Immer mehr Küsten … immer mehr Länder … kamen hinzu.

Bis am Ende … die ganze Erde … auf dem Globus zu sehen war … so wie wir sie heute kennen.

Ein langsames Wachsen … über viele Jahre … Kugel um Kugel.

In dieser Zeit … blühte die Kunst der Globen … in ganz Europa auf.

In den Niederlanden … in der Stadt Amsterdam … entstand ein großes Zentrum dieser Kunst.

Ganze Familien … arbeiteten dort … über Generationen … und schufen Globen … von großer Schönheit.

Auch in Venedig … am Wasser … baute ein berühmter Meister … prächtige, große Kugeln.

Und in England … fertigte man Globen … für die Königin.

Überall … in vielen Ländern … drehten sich nun … kunstvolle Welten.

Die schönsten dieser Globen … waren wahre Kostbarkeiten.

Fein bemalt … mit ruhiger Hand … und viel Geduld.

Auf den Meeren … sah man kleine Schiffe … und manchmal … Fabelwesen.

Die Länder … waren zart getönt … in weichen Farben.

Solche Globen … waren nicht für jeden.

Sie standen … in den Häusern der Reichen … und in den Sälen der Könige …

als kostbarer Schmuck … und als Zeichen von Wissen.

Und auf vielen alten Globen … findet sich ein besonderes Feld.

Eine kleine, verzierte Tafel … mitten im Meer … oder an einer freien Stelle.

Man nennt sie … eine Kartusche.

Darauf steht … wer den Globus gemacht hat … und in welchem Jahr.

Und oft … ist der Globus … einem König gewidmet … oder einem hohen Herrn.

Ein kleines, geschmücktes Feld … das dem stillen Globus … seinen Namen und seine Geschichte gibt.

Aber wie baut man so einen Globus eigentlich.

Das ist gar nicht so einfach.

Denn man kann ein flaches Blatt Papier … nicht glatt auf eine Kugel legen.

Es wirft immer Falten … an den Rändern … und lässt sich nicht anschmiegen.

Darum … haben sich die Globenbauer … etwas Kluges ausgedacht.

Sie zerschneiden die Karte … in schmale Streifen.

Und diese Streifen … lassen sich dann … glatt auf die Kugel legen.

Diese Streifen … haben eine besondere Form.

In der Mitte sind sie breit … und zu beiden Enden hin … laufen sie spitz zu.

Wie die Schale einer Apfelsine … die man in Streifen abzieht.

Oder wie die Blätter … die zu einer Knospe zusammenlaufen.

Meist sind es zwölf solche Streifen … die man nebeneinander … um die Kugel legt.

Einer neben dem anderen … von oben bis unten … bis die ganze Kugel … bedeckt ist.

Und das Aufkleben … geschieht mit großer Sorgfalt.

Streifen für Streifen … wird auf die Kugel gelegt … und glatt gestrichen … ganz behutsam.

Die Ränder … müssen genau aneinanderstoßen … damit keine Lücke bleibt … und nichts sich überlappt.

Ganz oben … am Pol … und ganz unten … laufen alle Spitzen zusammen.

Dort … klebt man oft noch ein kleines rundes Stück darüber … wie eine Kappe … die alles sauber abdeckt.

Und so … entsteht … aus vielen Streifen … eine ganze Welt.

Und ist die Kugel erst beklebt … wird sie noch versiegelt.

Man überzieht sie … mit einer dünnen Schicht Lack.

Das schützt die Karte … und gibt der Kugel … einen sanften, warmen Glanz.

Streicht man mit der Hand darüber … fühlt sie sich glatt an … und rund.

Aus Papier … und Kleister … und Lack … ist nun ein ganzer Globus geworden.

Fertig … um sich zu drehen … für viele, viele Jahre.

Die Kugel selbst … war früher oft aus Pappmaché.

Aus zwei hohlen Halbkugeln … die man zusammensetzte.

Darüber … kam eine dünne Schicht … aus Gips … die man ganz glatt schliff.

So wurde die Oberfläche … eben und weich … bereit für die Streifen.

Und durch die Mitte der Kugel … führte ein hölzerner Stab.

Um diesen Stab … konnte sich der Globus drehen.

Eine leichte, hohle Kugel … auf einer ruhigen Achse.

Lange Zeit … war das die einzige Art … einen Globus zu machen.

Alles … von Hand.

Die Kugel geformt … die Streifen geschnitten … alles aufgeklebt … und bemalt.

Eine geduldige Arbeit … die viele Tage dauerte.

Jeder Globus … war ein kleines Kunstwerk … langsam aufgebaut … Schicht um Schicht … Streifen um Streifen.

Etwas Kostbares … das man sorgsam behandelte.

Die allerersten Globen … zeichnete man ganz von Hand.

Da gab es noch keinen Druck … keine gleichen Streifen.

Jede Linie … jeder Name … jedes kleine Land … wurde einzeln … mit der Hand … auf die Kugel gemalt.

Man nennt sie … handgezeichnete Globen.

Manche entstanden … auf Kugeln aus Holz … andere sogar … auf Elfenbein … oder auf Metall.

Jeder einzelne … ein Unikat … das es nur ein einziges Mal gab.

Ganz und gar … das Werk … einer geduldigen Hand.

Später … lernte man, die Streifen zu drucken.

Da musste man sie nicht mehr … einzeln von Hand malen.

Man druckte sie … und konnte so … viel mehr Globen machen.

Und mit der Zeit … wurden sie erschwinglicher … und fanden sich in immer mehr Häusern.

Was einst … nur wenige besaßen … stand nun … in vielen Stuben und Schulen.

Der Globus … wurde vertrauter … Stück für Stück.

Und heute … macht man die meisten Globen … aus Kunststoff.

Zwei dünne Halbschalen … werden bedruckt … in Form gepresst … und zusammengefügt.

So entsteht … ganz schnell … ein leichter, runder Globus.

Der einfache Globus … wie er heute in vielen Zimmern steht.

Und doch … die teureren, schöneren Globen … werden noch immer … von Hand gefertigt.

So wie vor langer Zeit … mit Streifen … und Geduld.

Vor etwa zweihundert Jahren … wurde der Globus … zur Massenware.

Man konnte die Streifen nun … in schönen Farben drucken … und viele gleiche Globen … in kurzer Zeit herstellen.

Dadurch … wurden sie erschwinglich … für immer mehr Menschen.

Und vor allem … kamen sie in die Schulen.

Wo früher … nur ein reicher Gelehrter … einen Globus besaß … stand nun … in vielen Klassenzimmern … eine drehbare Erde.

Die ganze Welt … war nicht mehr … nur den Wenigen vorbehalten.

Sie stand … greifbar … in immer mehr Räumen.

Und damit ein Globus sich drehen kann … braucht er ein Gestell.

Bei den alten Globen … war das oft ein Ring … aus Holz … der um die Kugel herum lief … auf vier Beinen.

Und über die Kugel … spannte sich ein zweiter Ring … meist aus glänzendem Messing.

In diesem Ring … war die Kugel aufgehängt … an ihrer Achse … oben und unten.

So konnte man sie drehen … und wenden … und von allen Seiten betrachten.

Manche dieser alten Gestelle … waren wunderschön geschmückt.

Und ein Bild … kehrte dabei immer wieder.

Eine kleine Figur … die den Globus trägt … die Weltkugel … auf ihren Schultern.

Man kennt sie … aus alten Sagen.

Ein Träger der Welt … der die schwere Kugel … geduldig hält.

So stand mancher Globus … auf den Schultern einer stillen Figur … und drehte sich … über ihr … ganz langsam.

Ein Globus … war früher aber nicht nur zum Anschauen da.

Er war auch … ein Werkzeug.

Fast … wie ein kleiner Rechner … aus Holz und Papier.

Die Seefahrer … und die Sternforscher … nutzten ihn … um Dinge zu berechnen.

Mit den Ringen … und den Skalen … am Gestell … konnte man messen … und ablesen.

Der Globus … half, den Weg zu finden … über das weite, offene Meer.

Denn auf einer Kugel … kann man den kürzesten Weg … leicht finden.

Legt man einen schmalen Streifen … von einem Ort zum anderen … und schmiegt ihn an die Kugel …

dann zeigt er … den kürzesten Weg über die runde Erde.

Etwas … das auf einer flachen Karte … gar nicht so einfach ist.

Auf dem Globus aber … stimmt es von selbst.

Ein kleiner Griff … ein Streifen an die Kugel gelegt … und der Weg … lag klar vor einem.

Und um den Globus herum … waren oft mehrere Ringe angebracht.

Ein Ring … waagrecht … rund um die Kugel.

Ein Ring … senkrecht … über die Pole hinweg.

Und feine Skalen … mit Zahlen … an den Rändern.

Mit all diesen Ringen und Skalen … wurde der Globus … zu einer Art Rechenmaschine.

Man konnte an ihm ablesen … und einstellen … und schwierige Fragen … ganz ohne Rechnen … lösen.

Eine ruhige, hölzerne Hilfe … für die Fragen der Seefahrer und Sternforscher.

Oft … gehörten zwei Globen zusammen.

Ein Erdglobus … und ein Himmelsglobus … beide … gleich groß … nebeneinander.

Der eine … zeigte die Länder und die Meere.

Der andere … zeigte die Sterne … und die Bilder am Himmel.

Unten … die Erde … oben … der Himmel.

Ein Paar … das zusammengehörte … und die ganze Welt … oben wie unten … abbildete.

Ein Himmelsglobus … ist etwas Eigenartiges.

Denn er zeigt die Sterne … von außen.

So … als stünde man außerhalb des ganzen Himmels … und blickte von dort auf die Sternbilder.

Alle Sterne … liegen dabei … auf der Außenseite der Kugel.

Ein Himmel … den man in die Hand nehmen kann … und langsam drehen.

Die ganzen Sternbilder … ruhig … auf einer runden Fläche.

Solche Himmelsgloben … nahmen die Seefahrer sogar mit … auf ihre Schiffe.

Weit draußen … auf dem offenen Meer … hatten sie den ganzen Sternenhimmel … als kleine Kugel bei sich.

Und nach den Sternen … fanden sie ihren Weg … durch die Nacht.

Der Himmel … als treuer Begleiter … an Bord … in Form einer stillen, runden Kugel.

Und es gibt noch andere Globen … nicht nur von der Erde und vom Himmel.

Später … baute man auch Globen … vom Mond.

Und sogar … von anderen Welten … von fernen Planeten.

Kleine Kugeln … die zeigen, wie eine andere Welt aussieht.

Der Mond … mit seinen Kratern und Ebenen … als runde Kugel … zum Anfassen.

So kann man ferne Welten … ganz nah betrachten … und in Ruhe … über sie streichen.

Die runde Form des Mondes … die weiten, grauen Ebenen … die vielen kleinen Krater …

alles liegt vor dir … auf einer Kugel, die du drehen kannst.

Eine ganze fremde Welt … ruhig … in deinen Händen.

Und jeder alte Globus … ist auch ein Bild seiner Zeit.

Er zeigt die Welt … nicht wie sie heute ist … sondern wie man sie damals kannte.

Alte Namen … alte Grenzen … alte Küstenlinien.

Manches … was es längst nicht mehr gibt.

Wer einen sehr alten Globus dreht … schaut auf eine Welt … die es so nicht mehr gibt.

Ein stilles Fenster … in eine vergangene Zeit … festgehalten … auf einer runden Kugel.

Auch bei den Erdgloben … gibt es viele Arten.

Manche … zeigen einfach die Länder und die Meere.

Andere … zeigen die Gebirge … ganz fein erhöht … zum Ertasten.

Man nennt sie Reliefgloben.

Doch die Berge darauf … sind winzig.

Selbst der höchste Berg der Erde … wäre auf so einer Kugel … nur einen halben Millimeter hoch.

Ein kaum spürbarer Hügel … unter der Fingerkuppe.

Und für Menschen, die nicht sehen können … gibt es Globen … die man ertasten kann.

Die Küsten … die Gebirge … die Grenzen … sind darauf … fühlbar erhöht.

Mit den Fingern … kann man über die Welt streichen … und sie so … Stück für Stück … begreifen.

Die Form der Länder … unter den Händen … ganz ruhig ertastet.

So kann jeder … die runde Erde … kennenlernen … auch ganz ohne das Auge.

Es gibt sogar Globen … die frei zu schweben scheinen.

Mit unsichtbaren Kräften … mit Magneten … werden sie in der Luft gehalten.

Die Kugel … schwebt … ohne dass sie etwas berührt … und dreht sich … ganz sanft … für sich allein.

Ein stilles Bild … eine Welt … die frei in der Luft ruht … und sich leise dreht.

Nichts hält sie … und doch fällt sie nicht.

Und andere Globen … kann man aufblasen.

Sie sind aus dünnem, leichtem Stoff … und liegen zusammengefaltet … ganz klein.

Bläst man Luft hinein … so wächst … langsam … eine ganze Welt heran.

Aus einem kleinen, weichen Bündel … wird eine große, runde Kugel.

Und lässt man die Luft wieder heraus … faltet sich die Welt … wieder ganz klein zusammen.

Eine Erde … zum Aufblasen … und wieder Zusammenlegen.

Und es gibt Globen … die es gar nicht mehr wirklich gibt.

Globen … die nur im Inneren eines Rechners leben.

Man kann sie auf einem Bildschirm drehen … mit einem Finger … und immer näher heranrücken … bis man einzelne Straßen sieht.

Man nennt sie … virtuelle Globen.

Auch sie … zeigen die Erde … ganz ohne Verzerrung.

Eine Kugel … aus Licht … die man drehen kann … so lange man mag.

Manche Globen … zeigen gar nicht die Länder … sondern etwas ganz anderes.

Auf manchen … sind die großen Meeresströmungen eingezeichnet … die warmen … und die kühlen … wie sie durch die Ozeane ziehen.

Auf anderen … sieht man die Wolken … wie auf einem Bild aus großer Höhe.

Wieder andere … zeigen die Wege der Schiffe … über die Meere.

Und es gibt Globen … die man öffnen kann.

Sie zeigen im Inneren … wie die Erde tief in sich aufgebaut ist … Schicht um Schicht … bis zur Mitte.

Eine Welt … die man aufklappen … und hineinschauen kann.

Und weißt du … wie klein ein Globus sein kann.

Es gibt Taschengloben … kaum größer als ein Ei.

Aber der allerkleinste … den man je gemacht hat … ist so winzig … dass man ihn kaum sehen kann.

Kleiner … als ein Staubkorn.

Eine ganze Erde … so klein … dass sie auf einer Fingerspitze verschwinden würde.

Vom winzigsten Körnchen … bis zum Riesen so groß wie ein Haus … gibt es die runde Welt … in jeder Größe.

Und es gibt Globen … die von innen leuchten.

Bei Tag … sieht man auf ihnen … das eine Bild.

Und schaltet man das Licht darin an … erscheint … ein anderes.

Manche zeigen so … den Tag … und die Nacht.

Eine Kugel … die sanft von innen glüht … im dunklen Zimmer … ein warmes, rundes Licht.

Die ganze Welt … als leise leuchtende Lampe.

Manche dieser Leuchtgloben … zeigen zwei Bilder in einem.

Bei Tageslicht … siehst du das eine … die Länder und ihre Grenzen.

Und schaltest du das Licht darin ein … tritt ein zweites Bild hervor … die Berge und die Meere.

Zwei Welten … in ein und derselben Kugel.

Es gibt sogar solche … die den Tag … und die Nacht zeigen.

Am Tag … die helle Erde … und bei Licht … die nächtliche Seite … mit ihren stillen Lichtern.

Ein sanfter Wechsel … je nachdem … ob das Lämpchen brennt.

Viele Globen … stehen in Schulen.

Dort … zeigt man den Kindern an ihnen … wie sich die Erde dreht.

Wie Tag und Nacht entstehen … und die Jahreszeiten.

Wie unsere Welt … im Raum steht … und sich bewegt.

Ein Globus … zum Lernen … und zum Staunen.

An dem man begreift … ganz in Ruhe … wie groß … und wie rund … unsere Erde ist.

Und mit einem Globus … kann man Tag und Nacht sehen.

Man muss nur … eine kleine Lampe … von der Seite … darauf scheinen lassen.

Dann ist die eine Hälfte der Kugel … hell … im Licht.

Und die andere Hälfte … liegt im Schatten … im Dunkeln.

Dreht man die Kugel nun … ganz langsam … so wandert die Nacht … rund um die Erde.

Genau so … wie in Wahrheit … die echte Nacht … über die Länder zieht.

Ein kleines Licht … eine Kugel … und schon sieht man … wie die Nacht kommt.

Manche Globen … sind ganz schlicht.

Auf ihnen … stehen gar keine Namen.

Nur die Umrisse der Länder … und das Netz der Linien.

Man nennt sie … stumme Globen.

Ganz ruhig … ohne ein einziges Wort … zeigen sie nur die Formen … der Länder und der Meere.

Eine stille Welt … ohne Beschriftung … ganz einfach.

Und dann … gibt es die ganz kleinen.

Taschengloben … nennt man sie.

Winzige Kugeln … kaum größer als ein Ei.

Bewahrt … in einem kleinen Kästchen … aus feinem Holz.

Man konnte sie mitnehmen … in der Tasche … und die kleine Kugel herausnehmen … wann immer man wollte.

Die ganze Welt … in einem winzigen Ei … das in eine Hand passt.

Und am anderen Ende … stehen die Riesen.

Globen … so groß wie ein ganzer Raum.

Vor über dreihundert Jahren … baute man einen … der war begehbar.

Von außen … zeigte er die Erde … und trat man hinein … sah man an der Innenwand … die Sterne.

Mehr als drei Meter … war diese Kugel groß.

Man konnte hineingehen … und mitten im Sternenhimmel sitzen … in einer riesigen, langsam drehenden Kugel.

Auch für Könige … baute man solche Riesen.

Ein berühmter Globenbauer … schuf für einen König … ein Paar gewaltiger Globen … fast vier Meter groß.

Und der größte drehbare Globus … den es heute gibt … misst über zwölf Meter.

So hoch … wie ein Haus.

Eine riesige Erde … die sich langsam dreht … und die man nur noch … von unten … bestaunen kann.

Manche dieser Riesen … sind sogar aus Stein.

Aus schwerem Marmor … oder aus großen Steinblöcken … zu einer gewaltigen Kugel gefügt.

Sie drehen sich nicht … sie ruhen einfach … an ihrem Platz … und wiegen viele Tonnen.

Ein anderer Riese … steht in einer großen Stadt … im Freien … als schlichtes Bild … der ganzen Erde.

Aus Stahl … luftig gebaut … mit den Umrissen der Länder.

Eine Weltkugel … so groß … dass man ganz klein davor steht.

Und manche alte Globen … zeigten Erde und Himmel zugleich.

Von außen … die Länder und die Meere der Erde.

Und darüber … eine zweite, durchsichtige Hülle … mit den Sternen des Himmels.

So lag … um die kleine Erde herum … der ganze Sternenhimmel.

Eine Kugel in einer Kugel … die Welt … und der Himmel darüber …

in einem einzigen … stillen Ding vereint.

Doch die meisten Globen … sind klein und ruhig.

Ein Tischglobus … misst nur etwa … eine Handspanne … im Durchmesser.

Auf ihm … ist die Erde … viele Millionen Mal verkleinert.

Und weil er so klein ist … zeigt er die Erde … als vollkommene Kugel.

Denn in Wahrheit … ist die Erde … an den Polen ein winziges bisschen abgeflacht.

Aber das … ist so wenig … dass man es auf einem kleinen Globus … gar nicht sehen könnte.

Und so … ist der Globus … eine schöne, runde Kugel.

Seit jeher … war der Globus auch ein Zeichen.

Ein Zeichen … für Wissen … und für die ganze weite Welt.

Wer einen Globus besaß … zeigte damit … dass er die Welt kannte … oder kennen wollte.

Die Weltkugel in der Hand … galt als Sinnbild … für Bildung … und für Weitblick.

Darum stand mancher Globus … in einer Bibliothek … oder in einem Arbeitszimmer …

als stilles Zeichen … für die ganze, weite Welt.

Und in dieser runden Kugel … steckt ein sehr altes Bild.

Schon vor langer Zeit … hielten Herrscher … eine kleine Weltkugel in der Hand.

Ein rundes Zeichen … mit einem Kreuz darauf … das man den Reichsapfel nennt.

Es stand … für die ganze Welt … die man in der Hand hält.

Die runde Kugel … als Sinnbild … für alles … was unter dem Himmel liegt.

Ein uraltes Bild … das noch heute … in jedem Globus mitschwingt.

Die Welt … klein genug … um sie in einer Hand zu halten.

Und wenn du einen Globus vor dir hast … kannst du deinen eigenen Ort darauf suchen.

Dein Land … deine Gegend … die Stelle, an der du gerade liegst.

Ein winziger Punkt … kleiner als eine Fingerkuppe … auf dieser großen, runden Kugel.

Rundherum … all die anderen Länder … all die Meere.

Und irgendwo darauf … ganz klein … bist du.

Es ist ein ruhiger Gedanke … den eigenen kleinen Platz zu sehen … auf der ganzen weiten Welt.

So klein … und doch … genau dort … zu Hause.

Und von dort … kannst du mit dem Finger … eine Reise nachfahren.

Über die Meere … zu fernen Küsten … an ferne Orte.

Ganz langsam … gleitet dein Finger … über die glatte Kugel … von einem Land … zum nächsten.

Kein wirkliches Reisen … nur ein sanftes Wandern … in Gedanken.

Über Ozeane … und über Länder … die du vielleicht nie sehen wirst …

und doch … hier … ganz nah … unter deiner Hand.

Und nun … stell dir wieder … diesen einen Globus vor.

Auf dem Tisch … im ruhigen, warmen Licht.

Du gibst ihm … noch einen letzten … ganz sachten Stoß.

Und wieder … dreht sich die Welt … langsam vor dir.

Die Meere … die Länder … die feinen Linien … ziehen vorbei.

Und ganz allmählich … wird die Drehung langsamer … und langsamer …

bis die Kugel … ganz sanft … zur Ruhe kommt.

Du weißt nun so vieles … über diese runde Kugel.

Dass sie ein treues Abbild der Erde ist … auf dem nichts verzerrt ist.

Dass die Menschen schon seit zweitausend Jahren … Globen bauen.

Dass der älteste Erdglobus … der Erdapfel … über fünfhundert Jahre alt ist.

Dass man die Karte in schmale Streifen schneidet … und sie geduldig auf die Kugel klebt.

Dass es winzige Taschengloben gibt … und Riesen … so groß wie ein Haus.

Dass manche von innen leuchten … und manche frei zu schweben scheinen.

Dass ein Globus früher … fast ein kleiner Rechner war … mit Ringen und Skalen … für die Seefahrer.

Und dass er immer auch … ein Zeichen war … für die ganze, weite Welt.

Aber du musst dir nichts davon merken.

Du darfst alles wieder loslassen … und nur … an die ruhige, drehende Kugel denken.

Der Globus … steht jetzt still … im dunklen Zimmer.

Ganz ruhig … auf seinem Fuß.

Und während er dort steht … dreht sich die echte Erde … ganz langsam … unter dir hinweg.

Sie trägt dich … Stunde um Stunde … durch die Nacht … dem Morgen entgegen.

Du musst nichts dafür tun.

So wie der Globus … sich von allein zur Ruhe dreht … darfst auch du … jetzt ruhig werden.

Und der Globus … wird noch lange dort stehen.

Länger vielleicht … als der, der ihn gemacht hat.

Von Hand zu Hand … von Zimmer zu Zimmer … über die Jahre.

Ein ruhiges, rundes Ding … das bleibt … während die Zeit … ganz sacht … vergeht.

Und immer wieder … gibt ihm jemand einen sanften Stoß … und die Welt … dreht sich weiter.

Die ganze Welt … liegt still vor dir … klein und rund.

Alle Länder … alle Meere … ruhen in dieser einen Kugel.

Und du … hältst sie … ganz sacht … in Gedanken.

Du musst nichts mehr suchen. Du musst nichts mehr wissen.

Die Welt dreht sich … ganz von allein … ruhig weiter.

Und du darfst jetzt schlafen.

Schlaf gut. Gute Nacht. Bis morgen Abend.

Quelle, Lizenz und wie das entsteht

Dieser Text beruht auf dem Wikipedia-Artikel «Globus». Die Artikel stehen unter CC BY-SA 4.0; dieser bearbeitete Text steht unter derselben Lizenz.

Der Text wurde automatisch erstellt, gegen die Quelle geprüft und von einer computergenerierten Stimme vorgetragen – deshalb gibt es jeden Abend eine neue Folge. Mehr dazu unter Über Fridolin und Lizenz & Quellen.